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26.04.2017 ab 14 Uhr | Expertenkolloquium „Mysterium Städtebauliche Verträge: Verhandeln statt Planen?“

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Seit Juni 2014 ist die Vertragsraumplanung nun also auch in Wien als letztem österreichischen Bundesland gesetzlich verankert und die ersten 5 Städtebaulichen Verträge sind bereits abgeschlossen, 6 weitere werden derzeit verhandelt und etwa ebenso viele Anträge sind bei der zuständigen Magistratsdienststelle zur Prüfung.

Soweit erste offizielle Zahlen – aber wer verhandelt eigentlich? Und was überhaupt? In welchem Zeithorizont? Bei welcher Projektcharakteristik oder ab welcher Grösse oder welchen sonstigen Kennzahlen?

… und dann tauchen in Zeitungen auch noch Kommentare zu nicht öffentlichen Verhandlungsergebnissen auf wie beispielsweise „Da wäre mehr drinnen gewesen“ – mehr von wieviel? Haben kolportierte Verhandlungssummen überhaupt irgendeine Aussagekraft solange die entsprechenden vertraglichen Bedingungen bzw. Konsequenzen nicht öffentlich sind?

So stellen sich derzeit verschiedenste Grundsatzfragen sowohl innerhalb der als auch zwischen den involvierten Disziplinen wie z.B.

  • in welchem Verhältnis stehen – weitgehend unbekannte – Vertragsverhandlungen zu einer vorausschauenden „klassischen“ Stadtplanung?
  • warum sind Städtebauliche Verträge keine Instrumente zur Planwertabschöpfung?
  • welche inhaltlichen, zeitlichen, finanziellen oder sonstigen Bedingnisse sind in Projektcharakteristiken, Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu berücksichtigen?
  • welche gesetzlichen Grundlagen stehen zur Verfügung – und sind diese ausreichend für faire Investitionsentscheidungen im Sinne der Gleichbehandlung innerhalb der formulierten und politisch beschlossenen Stadt-/Raumplanungsziele?
  • welche Beispiele eignen sich als Vorbilder zur Baulandmobilisierung und welche Erfahrungen sollten besser vermieden werden?
  • wie kann dieses Instrument sowohl zur marktentsprechenden Investitionsbeschleunigung als auch einer zügigen standortgemäßen Stadtentwicklung entwickelt werden und inwiefern ist das wünschenswert?

Diesen interdisziplinären Fragen werden wir aus verschiedensten Blickwinkeln entsprechend unseren 5 unterschiedlichen beruflichen Hintergründen nachgehen und beleuchten was passiert, wenn hoheitliche Verwaltung auf Privatwirtschaftsverwaltung trifft – und damit zwei in dieser Konstellation wenig erprobte und möglicherweise auch ungleiche Vertragspartner sich gegenübersitzen, für deren Vertragsgestaltung nicht nur geringe Rechtspraxis vulgo „Schimmel“ sondern auch noch kaum anwendbare Präzedenzfälle vorhanden sind. Darüber hinaus sollen die  Anforderungen an die Stadtplanung erörtert werden um eine sinnvolle Intergration von Instrumenten der Vertragsraumordnung im Sinn der Wahrung öffentlicher Interesses sicher zu stellen.

Die Veranstaltung will somit Licht in das aktuelle Mysterium der Städtebaulichen Verträge bringen und fachübergreifend diskutieren, wie Vertragsraumordnung die Stadtplanung verändern und vice versa eine veränderte Planungspraxis städtebauliche Verträge vorhersehbarer machen sowie deren Ausverhandlung und Umsetzung beschleunigen könnte.

Programm:

Begrüßung Bernhard SOMMER, Vize-Präsident Arch+Ing

Christoph MAYRHOFER, Sektionsvorsitzender ArchitektInnen:
Was kostet die Stadt: Ersetzen Städtebauliche Verträge die Stadtplanung?

Günter HOFMANN, Premium Projektentwicklung GmbH:
Projektentwicklung – Ansprüche und Erfahrungen mit/ohne Städtebauliche Verträge?

Michael HECHT & Rudolf PEKAR, Rechtsanwaltskanzlei fwp Fellner, Wratzfeld & Partner:
Städtebauliche Verträge – birgt die derzeitige Praxis Optimierungspotential?

Evelyn Susanne ERNST, APRE Initiative Planer – Investoren:
Vertrags(t)raumordnung – eklektizistische Blicke in ausgewählte (Bundes-)Länder

Dietmar WIEGAND, Professur für Projektentwicklung (RED) TU Wien:
Städtebauliche Verträge als Instrument der strategischen Stadtentwicklung?

Diskussion

Änderungen vorbehalten

Gemeinsame Veranstaltung der Allianz professioneller Immobilienentwickler (APRE), der Arch+Ing Akademie und der Professur für Projektentwicklung (RED) TU Wien

Ort: Arch+Ing Akademie, Karlsgasse 9, 1040 Wien
Datum: 26. April 2017, 14 bis 17 Uhr
Anmeldung: über Arch+Ing Akademie
http://www.archingakademie.at/caruso/akademie/details.jsp?A_OUTPUTSIZE=5&T_OUTPUTSIZE=5&SQL_VER.VER_ID@V@=4478

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